Originalartikel

Anwendung einer +3-Brille bei frühkindlichem Sehscreening in Verbindung mit dem PlusOptix A12R

Schlüsselwörter
Kinderoptometrie
Hyperopie
Akkommodation
+3-Brille
Screening
Keywords
Screening
pediatric optometry
hyperopia
accommodation
+3-glasses
Zusammenfassung

Ziel:

Das Ziel dieser Studie war, den Nutzen einer +3-Brille als Ergänzung zur Messung der objektiven Fehlsichtigkeit mittels des PlusOptix A12R Vision Screener bei Kindern zu überprüfen.

Material und Methoden:

Dargestellt werden Erfahrungen aus der Praxis und die Auswertung der Messergebnisse mit und ohne Nutzung der +3-Brille. Außerdem wird für die Anwendung der Ergebnisse in der Praxis eine Möglichkeit zur Interpretation vorgestellt.

Ergebnisse:

Die Messung mit beiden Methoden konnte in 1534 von 2760 Fällen ausgewertet werden. Die Messwerte wiesen keinen signifikanten Unterschied auf, zeigten jedoch eine größere Streuung bei der Messung mit +3-Brille. Wählt man die positivere Messung aus, so verschiebt sich der Mittelwert um 0,26 dpt (SD = 0,68) in Richtung Hyperopie. Zusätzlich erreicht man eine geringere Streuung und einen signifikanten Unterschied zur Messung ohne Brille. Dieser liegt paarweise zwischen 0 dpt und 28 4,75 dpt, mit einem Mittelwert von 0,27 (SD = 0,46), wobei in 261 Fällen (17%) Unterschiede von 0,75 dpt oder mehr festgestellt werden konnten.

Fazit:

Wird nur die Messung mit +3-Brille betrachtet, zeigt sich zunächst kein Nutzen. Die fachlich sinnvolle Auswahl zwischen den Messwerten liefert jedoch eine verlässlichere Aussage über den Refraktionszustand, besonders im Hinblick auf den Einfluss der akkommodativen Kompensation von Hyperopien. Die kostengünstige Anfertigung der Brille, eine hohe Akzeptanz durch die Kinder, der geringe zeitliche Aufwand und die zusätzliche Sicherheit der Ergebnisse sprechen für die Nutzung der +3-Brille bei frühkindlichen Sehscreenings mit dem PlusOptix A12R.

Abstract

Purpose:

The aim of this study was to examine the benefitof +3-glasses as a supplement to the measurement of objectiveametropia using the PlusOptix A12R vision screenerin children.

Material and Methods:

Experience from practice and the evaluation of the measurement results with and without the use of the +3-glasses are presented. In addition, a way of interpreting the results in practice is presented.

Results:

The measurement with both methods was evaluatedin 1534 out of 2760 cases. The measurements showed nosignificant difference (z = -0.250, p = 0.802, r = -0.005), however,showed greater scatter results in the measurement with+3-glasses. If you select the more positive measurement, themean is shifted by 0.26 dpt (SD = 0.68) towards hyperopia.In addition, a lower scatter result and a significant differenceto the measurement without glasses are achieved. This isin pairs between 0 D and 4.75 D, with an average of 0.27(SD = 0.46), with 261 cases (17 %) differences of 0.75 D ormore.

Conclusion:

If only the measurement with +3-glasses is considered,there is no benefit at first. However, the professionalselection between themeasured values provides a more reliablestatement about the refractive status, especially aboutthe influence of accommodative compensation of hyperopia.The cost-effective production of the glasses, a high acceptanceby the children, the low time required and the additionalsafety of the results speak for the use of the +3-glasses in earlychildhood vision screenings.

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