Originalartikel

Vergleich eines digitalen Farnsworth-D15-Tests mit der analogen Testvariante

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Veröffentlicht am:
1 B.Sc.
2 Prof. Dr.
3 Drei Augenärzte, Praxis Dres. med. Weiß, Gütersloh, Germany
4 Institut für Angewandte Optik und Elektronik, Technische Hochschule Köln, Köln, Germany
Schlüsselwörter
(digitaler) Farnsworth-D15-Test
Farbsinnstörung
Testbedingungen
Auswertungsverfahren
Praxistauglichkeit
Keywords
(digital) Farnsworth-D15 test
color vision defects
testing conditions
scoring methods
practicability
Zusammenfassung

Zweck. Diese Arbeit befasst sich mit dem Vergleich eines digitalen Farnsworth-D15-Tests mit seiner analogen Version als Referenz. Die Relevanz dafür kann auf die weit verbreitete Nutzung dieses Tests als Screening-Maßnahme, sowohl für klinische als auch berufsspezifische Zwecke, zurückgeführt werden.

Material und Methoden. 36 augengesunde und phake Probanden (27 männliche, neun weibliche, Durchschnittsalter: 29,1 ± 9,5 Jahre) nahmen an dieser Untersuchung teil. Zehn Probanden wiesen eine Farbsinnstörung auf. Bei allen n = 36 Probanden wurde der analoge sowie der digitale Test sowohl vor schwarzem als auch hellem Hintergrund durchgeführt. Zusätzlich erfolgte eine Überprüfung mittels Anomaloskop. Die Auswertung der Ergebnisse aller Probanden anhand von Bland-Altman-Diagrammen erlaubt einen paarweisen Vergleich zwischen den beiden Testausführungen.

Ergebnisse. Insgesamt 25 Probanden wiesen bei allen vier Testdurchgängen unauffällige Werte auf (C-Index = 1,00, S-Index = 1,38, Winkel = 62,00°). Bei den übrigen elf Probanden wichen bei mindestens einem Testdurchlauf diese Werte von denen der unauffälligen ab. Generell zeigte der digitale Test eine große Übereinstimmung (97 %) mit seiner Referenz. Größere Unterschiede kamen bei der Detailanalyse mehrheitlich beim schwarzen Hintergrund zustande, wobei dieser von den Probanden als angenehmer empfunden wurde. Im Mittel waren die Probanden bei den Testdurchführungen auf schwarzem Hintergrund langsamer verglichen zum hellen Hintergrund (t(as) = 63 ± 39 Sek.; t(ah) = 54 ± 32 Sek.;
t(ds) = 66 ± 40 Sek.; t(dh) = 57 ± 37 Sek.; a – analog, d – digital, s – schwarzer Hintergrund, h – heller Hintergrund).

Fazit. Auf Basis der Datenlage kann von einer Praxistauglichkeit des digitalen Tests ausgegangen werden. Für allgemeingültige Aussagen sind allerdings weitere Studien zu empfehlen. 

Abstract

Purpose. This paper focuses on the comparison of a digital Farnsworth-D15 test with its analog version, which serves as a reference. The relevance of this is bearing on the widespread use of the D15 test as a screening method for both clinical and occupational purposes.

Material and Methods. In this study 36 healthy and phakic subjects (27 males, nine females, average age: 29.1 ± 9.5 years) took part. A total of ten subjects had a color vision deficiency. The analog and digital tests were performed by each of the 36 subjects against a black and a light background. An additional examination via an anomaloscope was carried out too. The evaluation of the results of all subjects by means of Bland-Altman plots allows a pairwise comparison between the two test versions.

Results. In total 25 subjects showed unremarkable results in all four test runs (C-index = 1.00, S-index = 1.38, angle = 62.00°). In case of the remaining eleven test persons these values diverged from the normal values in at least one test run. Generally the digital test indicated a high level of agreement (97 %) with its reference. Concerning the detailed analysis, most of the differences were more striking for the black background, which was perceived as more pleasant by the test subjects. On average the subjects performed slower on the black background compared to the light background (t(as) = 63 ± 39 sec.; t(ah) = 54 ± 32 sec.; t(ds) = 66 ± 40 sec.; t(dh) = 57 ± 37 sec.; a – analog, d – digital, s – black background, h – light background).

Conclusion. With regard to this data, the digital test can be considered as suitable for practical use, though further studies are required to make generally valid statements.

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